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Berichte

18. Ausgabe des Weltsozialforums vom 4. bis 8. August 2026: Fast 100.000 Teilnehmer werden in Cotonou zu diesem bedeutenden globalen Ereignis erwartet

(von Grace Dbayita novox Togo)

Internationales Ratstreffen: Familienfoto

Gut ein Jahr vor seiner Eröffnung tritt das Weltsozialforum 2026 (WSF) in eine entscheidende Phase seiner Organisation ein. Das jüngste Treffen des Internationalen Rates in Cotonou ermöglichte die Festigung des Fahrplans, die Präzisierung strategischer Prioritäten und die Einrichtung von Koordinierungsmechanismen, die diese 18. Ausgabe zu einem Wendepunkt in der Geschichte sozialer Bewegungen weltweit machen werden.

Zum ersten Mal wird Benin, ein westafrikanisches Land mit einer reichen Geschichte und einer lebendigen sozialen Dynamik, dieses bedeutende globale Ereignis ausrichten. Vom 4. bis 8. August 2026 werden sich Tausende von Delegierten und Teilnehmenden aus fünf Kontinenten in Cotonou versammeln, um über soziale Gerechtigkeit, Frieden, Nachhaltigkeit und globale Solidarität zu diskutieren.

Offizieller Start der aktiven Phase der Organisation des Weltsozialforums


Internationales Ratstreffen: Foto des Präsidiums während der offiziellen Eröffnung

Seit mehreren Monaten arbeiten die Zivilgesellschaft Benins, afrikanische soziale Bewegungen und internationale Partner daran, diese Ausgabe zu einem historischen Ereignis zu machen. Mit der Sitzung des Internationalen Rates (IC) des Weltsozialforums (WSF) im Hotel Casa Ciel de Fidjrossè in Cotonou wurde nun ein entscheidender Schritt getan. Die dreitägigen Diskussionen gipfelten am 30. Juli 2025 in einer Pressekonferenz, die den offiziellen Start der aktiven Phase der Organisation markierte.

Für Seine Majestät Dada Zèhé, Sprecher der Nationalen Koordinierungsstelle des Weltsozialforums Cotonou 2026 und Generalsekretär der Allianz der traditionellen Oberhäupter West- und Zentralafrikas, symbolisiert diese Veranstaltung den Beginn einer neuen Dynamik. „Diese Pressekonferenz markiert den Übergang in die operative Phase. Wir starten nun eine gemeinsame Mobilisierung auf nationaler und internationaler Ebene, um einen dezentralen, inklusiven und bürgergeführten Prozess aufzubauen, der allen Energien offensteht“, erklärte er.

Klar definierte Themenbereiche für konkrete globale Konflikte

Die intensive Arbeit des Internationalen Rates in den vergangenen drei Tagen hat die thematischen Schwerpunkte des Weltsozialforums 2026 (WSF) präzisiert und gestärkt. Soziale Gerechtigkeit, die Souveränität der Völker, Frauenrechte und feministische Kämpfe, die ökologische Transformation sowie die Sozial- und Solidarwirtschaft stehen nun im Mittelpunkt der Diskussionen. Diese thematische Konsolidierung basiert auf einem partizipativen und inklusiven Ansatz, der die Bestrebungen sozialer Bewegungen weltweit widerspiegelt.

Parallel dazu wurde die Struktur des Moderationsteams durch die Einrichtung eines Technischen Sekretariats gestärkt, das für die Koordination und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung verantwortlich ist. Zudem wurde ein strategischer Kommunikationsplan verabschiedet, der darauf abzielt, ein breites Spektrum an Akteuren – von Basisbewegungen bis hin zu Diaspora-Gemeinschaften – zu mobilisieren und den Botschaften des Forums maximale Sichtbarkeit zu verleihen.

Laut Bertrand C. Yehouenou, Sprecher der beninischen Plattform der CGLTE-OA und Technischer Sekretär des Weltsozialforums Cotonou 2026, wurden die zahlreichen Schritte hervorgehoben, die seit der Vergabe des Forums an Benin unternommen wurden. Das ursprünglich für Januar 2025 geplante Weltsozialforum wurde auf den 4. bis 8. August 2026 verschoben, um eine bessere lokale Integration zu ermöglichen. „Dieser Termin hat uns den eigentlichen Startschuss für den Prozess gegeben“, betonte er und hob die Bedeutung der Konsultation verschiedener Interessengruppen sowie die führende Rolle der Zivilgesellschaft hervor.


Bertrand C. YEHOUENOU, Sprecher der beninischen Plattform der CGLTE-OA und Technischer Sekretär des WSF Cotonou 2026

Unter dem Motto „Ressourcengovernance: Ernährungs-, Klima-, Wirtschafts-, Migrations-, Politik-, Gesundheits-, Sicherheits- und soziokulturelle Krisen … Welche Alternativen für Frieden, sozialen Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung?“ wird das Weltsozialforum (WSF) 2026 die Vernetzung globaler Krisen und die Notwendigkeit lokaler, basisdemokratischer und solidarischer Lösungsansätze thematisieren.

Da die Arbeit des Internationalen Rates nun dem Ende zugeht, richtet sich der Fokus auf die Mobilisierung auf lokaler und internationaler Ebene. Zu den nächsten Schritten gehören die Organisation nationaler Treffen, die Bildung von Mobilisierungskomitees in den einzelnen Regionen und der Start gezielter Kommunikationskampagnen. Benin bereitet Afrika darauf vor, die Welt willkommen zu heißen, die Stimmen seiner Bevölkerung in ihrer ganzen Vielfalt zu verstärken und Alternativen zu globalen Unterdrückungssystemen zu fördern. Wie Marcela Escribano, eine kanadische Aktivistin, die am WSF-Prozess beteiligt ist, uns in Erinnerung rief:

Der Countdown läuft, und alle Beteiligten setzen sich dafür ein, das Weltsozialforum 2026 zu einem wirkungsvollen Katalysator für sozialen Wandel und zu einem zentralen Treffpunkt für den Kampf um eine gerechtere, gleichberechtigtere und nachhaltigere Welt zu machen. Sind Sie bereit, Teil dieser neuen Dynamik für sozialen Wandel zu werden?


Präsidium während Panel 1: Den Auswirkungen des Klimawandels und der konventionellen Landwirtschaft begegnen: Welche Alternativen gibt es?

 

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