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BerichteWeltsozialforum tagt in Benin (von Redaktion, entwicklungspolitik online) ![]() Berlin. Noch bis einschließlich 8. August tagt im westafrikanischen Cotonou (Benin) das 18. Weltsozialforum. Mit rund 50.000 Teilnehmern aus über 150 Ländern ist es eines der wichtigsten Treffen der globalen Zivilgesellschaft. Unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ und als Alternative zum Weltwirtschaftsforum in Davos bringt das Weltsozialforum (WSF) seit 2001 Akteur*innen zusammen, die sich für soziale, ökologische und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Menschenrechte und internationale Solidarität einsetzen. Aus Deutschland nimmt eine der größten Delegationen aus Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen seit über zehn Jahren am Forum teil, darunter Brot für die Welt, Misereor, die Werkstatt Ökonomie, medico international und Attac. Die Delegation tauscht sich vor Ort mit sozialen Bewegungen, Gewerkschaften sowie Menschenrechts-, Umwelt- und Indigenenorganisationen aus aller Welt aus. Über fünf Tage umfasst das Forum in Cotonou mehrere hundert Veranstaltungen und gemeinsame Proteste. „Dass das Forum in diesem Jahr in Benin stattfindet, ist ein starkes politisches Signal“, erklärte Attac. Westafrika sei eine Region, in der globale Ungleichheiten und Krisen besonders spürbar sind und in der gleichzeitig seit Jahrzehnten soziale Bewegungen für politische Alternativen kämpfen. Verständigung im Zentrum „Vor dem Hintergrund weltweiter Aufrüstung und Kriege, wachsendem Autoritarismus und schrumpfender zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume kommt dem Weltsozialforum eine besondere Bedeutung zu. Auf dem Forum steht die Verständigung der Zivilgesellschaft im Zentrum“, sagte Carmen Junge von Attac Deutschland, dem Netzwerk für globale Gerechtigkeit. Wie eng globale Krisen zusammenhängen, zeigt sich in vielen Diskussionen des Forums. „Die Klimakrise ist untrennbar mit der globalen Schuldenkrise verbunden. Ohne die Streichung illegitimer Schulden bleiben viele Länder darin gefangen, fossile Rohstoffe weiter auszubeuten“, betonte Emma Brandes von der Bewegung Debt for Climate. Auch die Folgen europäischer Grenzpolitik und die Kämpfe für Bewegungsfreiheit gehören zu den zentralen Themen des Weltsozialforums. Hans-Georg Eberl vom transnationalen Netzwerk Afrique-Europe-Interact verdeutlichte: „Während Waren und Reichtümer im Interesse des Kapitals weltweit zirkulieren sollen, errichten viele Staaten gewaltvolle Grenzregime gegen Menschen. Unsere Antwort ist das Recht zu gehen, das Recht zu bleiben und das Recht zusammenzukommen wie hier beim Weltsozialforum.“ |
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Aus www.weltsozialforum.org, gedruckt am: Fr, 14.08.2026
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