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Berichte

Quo vadis, WSF?

(von Joachim Merz, Schweizerisches Arbeiterhilfswerk)

Das WSF steht am vorletzten Tag. Da bietet sich schon fast der Blick zurück an – und der soll an dieser Stelle den kleinen, aber aussagekräftigen Gegebenheiten gewidmet sein.

Am dritten Tag haben sich die vor den Toren des WSF protestierenden SlumbewohnerInnen und das WSF-Organisationskomitee geeinigt, dass alle freien Zugang zu den Veranstaltungen haben. Niemand mehr muss die umgerechnet 10 Franken Eintrittsgebühr bezahlen. Auch die KleinhändlerInnen nutzen dies und so sieht es am WSF heute aus wie auf einem grossen Markt – Markt der Ideen für eine andere Welt, aber auch der holzgeschnitzten Elefanten, bunten Tücher und Armreifen. Und so viele Essstände, dass es zum elitären Windsor genug Alternativen gibt.

Der Blick voraus: Quo vadis WSF? Dass nur 50 000 statt der erwarteten 100 000 teilgenommen haben, hat den Diskussionen nichts an inhaltlicher Qualität genommen. Aber es hat Kritik hervorgerufen, das Forum in Nairobi – draussen vor den Toren der Stadt in einem Sportkomplex – sei isoliert von lokalen Kämpfen und Initiativen über die Bühne gegangen. Und es sei, gerade wegen seiner Vielfalt, nicht klar genug fokussiert und verliere sich in unzähligen Workshops und Diskussionen.

Einige TeilnehmerInnen fordern eine klarere politische Stossrichtung mit deutlichen Stellungnahmen und Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Unmöglich, das nimmt dem Forum seinen besonderen Charakter, so der Einwand. So werden die Organisatoren morgen bei der Abschlusskundgebung wohl eine salomonische Lösung finden. Alle von den Workshops ausgearbeiteten Vorschläge und Positionen werden vertreten sein. Und damit keine …

(Joachim Merz ist Programmverantwortlicher Südliches Afrika beim Schweizerischen Arbeiterhilfswerk)

 

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