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Weltsozialgipfel im Benin beginnt

Zum 17. Mal treffen sich soziale Bewegungen, Gewerk­schaften und NGOs, um über anti­kapita­lis­tische Alter­nativen zu diskutieren.

(von Sarah Yolanda Koss, neues Deutschland)

Protest gegen das jährliche Weltwirtschaftsforum in Davos. Aktivist*innen riefen 2001 das Welt­sozialforum als Gegen­veranstaltung ins Leben. Foto: dpa/KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

An diesem Dienstag beginnt im westafrikanischen Cotonou, Benin, der Gipfel des Weltsozialforums (WSF). Die Organisator*innen erwarten 50 000 Teilnehmende aus über 150 Ländern, vor allem aus sozialen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Gewerkschaften. Mit Benin als Gastgeberland sollen Perspektiven aus Westafrika in den Mittelpunkt rücken. Themen wie Frieden, Klima- und Geschlechtergerechtigkeit, Rohstoffpolitik, Landrechte, Schuldenkrisen, Ernährungssouveränität, Dekolonisierung sowie alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle sollen die Veranstaltung prägen.

"Auf dem Forum steht die Verständigung der Zivilgesellschaft im Zentrum", erklärt Carmen Junge von Attac Deutschland, Netzwerk für globale Gerechtigkeit, in einer Aussendung. Zuletzt wurde das Forum dafür kritisiert, nicht viel mehr als eine symbolische Wirkung für soziale Bewegungen zu erzielen und zudem inzwischen von NGOs vereinnahmt worden zu sein. Um dem entgegenzuwirken, arrangierten die Organisator*innen dieses Jahr Karawanen aus der Sahelzone, von der westafrikanischen Küste und aus Zentralafrika Richtung Cotonou. So planten sie, mehr Menschen einzubinden.

Das WSF hatten Aktivist*innen vor 25 Jahren unter dem Slogan »Eine andere Welt ist möglich« als Gegenprogramm zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ins Leben gerufen. Das WEF ist ein Lobbytreffen führender Kräfte aus Politik und Wirtschaft. 2001 trafen sich erstmals die Teilnehmenden des WSF im brasilianischen Porto Alegre, um Alternativen zu Kapitalismus und Imperialismus zu diskutieren. 

 

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