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BerichteWeltsozialforum findet trotz Repression in Benin statt Nach einer Absage durch die beninische Regierung und mehreren Einreiseverweigerungen beginnt das internationale Treffen mit Verspätung.
(von Sarah Yolanda Koss,neues Deutschland) Kurz sah es so aus, als würde das Weltsozialforum (WSF) dieses Jahr ausfallen. Ab Donnerstag konnte es schließlich, mit zwei Tagen Verspätung, doch starten. Die Behörden in Benin hatten das internationale Treffen der globalen Zivilgesellschaft etwa eine Woche vor Beginn untersagt. Eine offizielle Begründung blieb, so die Organisator*innen vor Ort, aus. Erst nach tagelangen Verhandlungen genehmigte die beninische Regierung das Treffen. Zuvor wurden mehrere Busse der politischen Karawane der westafrikanischen Landrechtsbewegung »Vereinigung der Kämpfe für Land, Wasser und bäuerliches Saatgut« von Benin nach Togo abgeschoben. Die Karawane sollte auf ihrem Weg nach Cotonou die Zivilgesellschaft in die Debatten der Konferenz einbinden. Inzwischen durften die Teilnehmenden einreisen. Delegierten aus Haiti, Uganda, Finnland und Schweden wurde zudem die Einreise über den Flughafen von Benin verweigert. Betroffene wurden in Rückflüge gesetzt und erhielten erst danach ihre Pässe zurück, wie die deutsche Delegation des WSFs berichtet. Bis Donnerstag blieben außerdem die offiziellen Veranstaltungsräume in der Universität von Cotonou, der Hauptstadt Benins, verschlossen. »Zivilgesellschaft zeigt sich widerstandsfähig« »Die Schwierigkeiten zeigen einmal mehr, wie sehr zivilgesellschaftliche Räume verteidigt werden müssen«, schlussfolgert die deutsche Delegation. »Gerade in einer Zeit, in der zivilgesellschaftliche Räume weltweit unter Druck geraten und angegriffen werden, zeigt sich die Zivilgesellschaft in Cotonou widerstandsfähig«. Bis Sonntag sollen nun Perspektiven zu Themen wie Frieden, Klima- und Geschlechtergerechtigkeit, Rohstoffpolitik, Landrechte, Schuldenkrisen, Ernährungssouveränität, Dekolonisierung sowie alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle diskutiert werden. Das WSF hatten Aktivist*innen vor 25 Jahren unter dem Slogan »Eine andere Welt ist möglich« als Gegenprogramm zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ins Leben gerufen. Das WEF ist ein Lobbytreffen führender Kräfte aus Politik und Wirtschaft. 2001 trafen sich erstmals die Teilnehmenden des WSF im brasilianischen Porto Alegre, um Alternativen zu Kapitalismus und Imperialismus zu diskutieren.
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